Wissenswertes

Wissenswertes zu Themen rund um die Elektrotechnik und unser Portfolio

Elektroinstallation

Elektroinstallation ist das Errichten von elektrischen Anlagen für Niederspannung. Im engeren Sinne wird darunter die im folgenden beschriebene Stromversorgung und die elektrische Beleuchtung der Hausinstallation verstanden; ähnliche Verfahren und Materialien werden jedoch auch in industriellen Anlagen und Schaltschränken sowie auf Fahrzeugen angewandt.

Hier nun Wissenswertes über die Elektroinstallation

News

Neuigkeiten rund um die Elektrotechnik

Fehlerstrom-Schutzschalter

Nach der Neuregelungen der DIN VDE 0100-410 sind sowohl für den Wohnbereich als auch für gewerbliche Anwendungen, Steckdosen-Stromkreise mit Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (kurz FI-Schutzschalter) zu sichern, wenn diese auch von technischen Laien genutzt werden können.

Konkret verlangt die Norm jetzt:

... zusätzlichen Schutz durch Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) ... für alle Steckdosenstromkreise im Laienbereich und für alle Endstromkreise im Außenbereich.

Für den Laien bedeutet das: überall wo Steckdosen-Stromkreise neu installiert werden, sollten auch zur eigenen Sicherheit, Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen eingeplant werden.

Fehlerstrom-Schutzschalter zielen auf die letzten beiden Maßnahmen ab. Sie schützen gegen das Bestehenbleiben - nicht das Entstehen - eines unzulässig hohen Berührungsstroms. Sie sind ein effizientes Mittel zur Vermeidung von gefährlichen Stromunfällen, insbesondere dem Erdschluss über den Körper, und dienen zusätzlich der Brandverhütung.

Im Gegensatz dazu dienen Überstromschutzeinrichtungen, wie Leitungsschutzschalter oder Schmelzsicherungen, die allgemein als „Sicherungen“ bezeichnet werden, hauptsächlich dem Schutz von Geräten und Installationen und bieten deshalb keinen hinreichenden Schutz vor Stromschlag:

die Sicherung schützt die Leitung, der FI-Schalter den Menschen

Voraussetzung zum Einsatz des Fehlerstrom-Schutzschalters ist, dass der Schutzleiter im normalen Betrieb keinen Strom führt. In einem Abschnitt eines TN-Systems, in dem der Schutzleiter gleichzeitig Neutralleiter ist (TN-C-System), kann er daher nicht eingesetzt werden. Da jedoch der sogenannte PEN-Leiter (PE für Schutzleiter, N für Neutralleiter) seit mehreren Jahrzehnten im Hausanschlusskasten (HAK) in PE- und N-Leiter aufgeteilt wird, hat das keine Auswirkungen auf die normale Hausinstallation. Jedoch kann es vorkommen, das ältere Hausinstallationen diese PE- und N-Leiter-Teilung nicht haben und die gesamte Elektroinstallation entsprechend modernisiert werden muss, ersichtlich auch meist an den Drähten: schwarz, grau, rot.

Gaswarnanlagen

Ein Gaswarngerät dient zur Überwachung der Konzentration von Gasen in der Luft und wird zur Warnung vor giftigen oder explosiven Gasen verwendet und arbeitet je nach Einsatzzweck mit optischen, Infrarot-, elektrochemischen oder katalytischen Sensoren.

Es gibt stationäre Warngeräte, die an gefährdeten Orten fest installiert sind oder mobile Geräte. Weiterhin wird zwischen Eingas- (Single-Gas-Detector) und Mehrgasgeräten (Multi-Gas-Detector) unterschieden. Eingasgeräte sind speziell für das Aufspüren eines einzelnen Gases konstruiert (z. B. Kohlenmonoxid), Mehrgasgeräte können mehrere verschiedene Gase erkennen (etwa Sauerstoff, Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff und Methan).

Bei Erreichen einer kritischen Menge des Gases in der Luft wird eine Warnung (optisch, akustisch oder Vibration) ausgeben. Bei stationären Geräten kann auch eine automatische Abschaltung der Gaszufuhr erfolgen.
Bei der Messung des Sauerstoffgehaltes ist die kritische Schwelle erreicht, wenn dieser 17 % unterschreitet. Die kritische Konzentration explosiver Gase wird erreicht, wenn diese 10 % UEG überschreitet. UEG bedeutet dabei „Untere Explosionsgrenze“, 100 % UEG ist die Konzentration, bei der ein Gemisch explosiv wird. Für die gesundheitsschädliche Konzentration giftiger Gase und Dämpfe gelten individuelle Maßstäbe. In Deutschland werden Grenzwerte vom Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) aufgestellt.

Gaswarngeräte werden beispielsweise bei Kanalarbeiten zur Sicherung eingesetzt, um vor zu niedriger Sauerstoffkonzentration in der Atemluft zu warnen. Die erste Messung erfolgt vor dem Einstieg in den Kanal; bei der Arbeit wird das Gerät kontinuierlich am Mann geführt.
In vergangenen Zeiten kamen einfachere, wenn auch sehr beschränkte Mittel zum Einsatz. Winzer z. B. benutzten traditionell eine auf den Boden gestellte Kerze, um im Weinkeller gefährlich hohe Konzentrationen des bei der Gärung entstehenden und sich am Boden sammelnden Gases Kohlendioxid aufzuspüren und Bergleute nahmen Singvögel mit unter die Erde, um einer Kohlenmonoxid-Vergiftung zu entgehen. Wenn der Vogel nicht mehr sang und leblos im Bauer lag, bestand Todesgefahr.

Anwendungsgebiete von Gaswarnanlagen

Typische Anwendungen von Gaswarnanlagen in/auf

Raffinerien, Tanklager, häufig auch Tankstellen

Dedektion von Gasen wie
Brennbare: Methan
Toxische: Schwefelwasserstoff, Kohlenmonoxid

Halbleiterfertigung, Chemieanlagen, Klima- und Kühlanlagen

Dedektion von Gasen wie
Brennbare: Wasserstoff, Isopropylalkohol, Methan
Toxische: HCl, AsH3, BCl3, PH3, CO, HF, O3, H2Cl2Si, TEOS, C4F6, C5F8, GeH4, NH3, NO2 und O2-Mangel
Erstickende: Silan

Kraftwerke, Biogashersteller

Dedektion von Gasen wie
Brennbare: Erdgas, Wasserstoff
Toxische: Kohlenmonoxid, SOx, NOx und Sauerstoffmangel

Abwasseraufbereitungsanlagen, Abwasserkanäle

Dedektion von Gasen wie
Brennbare: Methan, Lösungsmitteldämpfe
Toxische: Schwefelwasserstoff, Kohlendioxid, Chlor, Schwefeldioxid, Ozon

Krankenhäuser, Brauereien, Schankanlagen

Dedektion von Gasen wie
Brennbare: Methan, Wasserstoff, CO2
Toxische: Kohlenmonoxid, Chlor, Ammoniak, Ethylenoxid und Sauerstoffmangel

Tunnel, Parkhäuser, geschlossener Parkplatz

Dedektion von Gasen wie
Brennbare: Methan (Erdgas), LPG, LNG, Benzindämpfe
Toxische: Kohlenmonoxid, Stickstoffdioxid

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Gase

Neben fest und flüssig ist gasförmig einer der drei klassischen Aggregatzustände. Ein Gas ist dann eine Substanz, wenn deren Teilchen sich in großem Abstand voneinander frei bewegen und den verfügbaren Raum gleichmäßig ausfüllen. Im Vergleich zum Festkörper oder zur Flüssigkeit nimmt die gleiche Masse als Gas unter Normalbedingungen den rund tausend- bis zweitausendfachen Raum ein.

Zusammen mit den Flüssigkeiten zählen Gase zu den Fluiden.

Ammoniak NH3

Ammoniak ist eine chemische Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff mit der Summenformel NH3. Es ist ein stark stechend riechendes, farbloses, wasserlösliches und giftiges Gas, das zu Tränen reizt und erstickend wirkt. Ammoniak ist ein amphoterer Stoff; unter wässrigen Bedingungen wirkt er als Base. Er bildet mehrere Reihen von Salzen: die kationischen Ammoniumsalze sowie die anionischen Amide, Imide und Nitride, bei denen ein (Amide), zwei (Imide) oder bei den Nitriden alle Protonen durch Metallionen ersetzt sind.

Aufgrund seiner großen spezifischen Verdampfungsenthalpie von 1368 kJ/kg wird Ammoniak auch als Kältemittel eingesetzt. Vorteile sind eine geringe Entflammbarkeit, der nicht vorhandene Beitrag zum Treibhauseffekt oder zur Zerstörung der Ozonschicht sowie der Verwendungsbereich von –60 bis +100 °C. Nachteilig ist die Toxizität der Verbindung.

Durch den unangenehmen Geruch, der schon bei niedrigen Konzentrationen wahrnehmbar ist, existiert eine Warnung, so dass Vergiftungsfälle mit Ammoniak selten sind. Gasförmiges Ammoniak kann vor allem über die Lungen aufgenommen werden. Dabei wirkt es durch Reaktion mit Feuchtigkeit stark ätzend auf die Schleimhäute. Auch die Augen werden durch die Einwirkung von Ammoniak stark geschädigt. Beim Einatmen hoher Konzentrationen ab etwa 1700 ppm besteht Lebensgefahr durch Schäden in den Atemwegen (Kehlkopfödem, Stimmritzenkrampf, Lungenödeme, Bronchopneumonie) und Atemstillstand.

Kohlenstoffdioxid CO2

Kohlenstoffdioxid, auch Kohlendioxid oder in gelöster Form umgangssprachlich oft ungenau Kohlensäure genannt, ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff mit der Summenformel CO2. Kohlenstoffdioxid ist ein saures, unbrennbares, farb- und geruchloses Gas, das sich gut in Wasser löst. Mit basischen Metalloxiden oder –hydroxiden bildet es zwei Arten von Salzen, die Carbonate und Hydrogencarbonate genannt werden.

Kohlenstoffdioxid, ein wichtiges Treibhausgas, ist ein natürlicher Bestandteil der Luft, wo es in einer mittleren Konzentration von 0,038 Vol% vorkommt. Es entsteht sowohl bei der vollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen unter ausreichender Sauerstoffzufuhr als auch im Organismus von Lebewesen als Kuppelprodukt der Zellatmung. Pflanzen, manche Bakterien und Archaeen wandeln Kohlenstoffdioxid durch Fixierung in Biomasse um. Bei der Photosynthese entsteht aus anorganischem Kohlenstoffdioxid und Wasser Glucose. Kohlenstoffdioxid ist ein wichtiger Bestandteil des globalen Kohlenstoffzyklus. In höheren Konzentrationen wirkt Kohlenstoffdioxid giftig und kann zum Tod durch Ersticken führen.

In Getränken enthaltenes Kohlenstoffdioxid stimuliert beim Trinken die Geschmackssinneszellen, was einen Erfrischungseffekt zur Folge hat. Bei Getränken wie Bier oder Sekt entsteht es durch Gärung, bei anderen wie Limonade oder Sodawasser wird es künstlich zugesetzt oder es wird kohlenstoffdioxidhaltiges, natürliches Mineralwasser verwendet. Bei der Herstellung wird Kohlenstoffdioxid unter hohem Druck in das Getränk gepumpt, wobei es zu etwa 0,2 % mit Wasser zu Kohlensäure reagiert, während sich der größte Teil als Gas im Wasser löst. Als Lebensmittelzusatzstoff trägt es die Bezeichnung E 290.

Die direkte Schadwirkung auf Tier und Mensch beruht meist auf der Verdrängung des Sauerstoffes in der Luft. Die Ansicht, Kohlenstoffdioxid wirke nur durch Verdrängen des lebensnotwendigen Sauerstoffs und sei an sich unschädlich, ist jedoch falsch. Die DIN EN 13779 teilt die Raumluft je nach Kohlenstoffdioxid-Konzentration in vier Qualitätsstufen ein. Bei Werten unter 800 ppm gilt die Raumluftqualität als gut, Werte zwischen 800 und 1400 ppm gelten als mittel bis mäßige Qualität. Zum Vergleich: Im Mittel liegt der CO2-Anteil der Luft bei ca. 380 ppm Volumenanteil. Bei Werten über 1400 ppm gilt die Raumluftqualität als niedrig. Unterhalb der Maximalen Immissions-Konzentration (MIK) von 0,3 % bestehen keine Gesundheitsbedenken bei dauerhafter Einwirkung. Die Maximale Arbeitsplatz-Konzentration für eine tägliche Exposition von acht Stunden pro Tag liegt bei 0,5 %. Bei einer Konzentration von 1,5 % nimmt das Atemzeitvolumen um mehr als 40 % zu.

Kohlenstoffmonoxid CO

Kohlenstoffmonoxid (auch Kohlenstoffmonooxid, gebräuchlicher Kurzname: Kohlenmonoxid) ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff mit der Summenformel CO. Kohlenstoffmonoxid ist ein farb-, geruch- und geschmackloses und giftiges Gas. Es entsteht unter anderem bei der unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Stoffen.

Kohlenstoffmonoxid ist ein gefährliches Atemgift. Wenn es über die Lunge in den Blutkreislauf gelangt ist, koordiniert es an das zentrale Eisenatom des Hämoglobins und behindert so den Sauerstofftransport im Blut, was zum Tod durch Erstickung führen kann. Symptome einer leichten Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel und Grippe-ähnliche Symptome. Höhere Dosen wirken signifikant toxisch auf das zentrale Nervensystem und das Herz. Neben der akuten Vergiftung zeigen sich Folgeschäden. Kohlenstoffmonoxid hat schwerwiegende negative Effekte auf die Fötenentwicklung. Chronische Exposition niedriger Kohlenstoffmonoxid-Konzentrationen kann zu Depressionen führen. Kohlenstoffmonoxid wird leicht über die Lunge aufgenommen. Da Kohlenstoffmonoxid farb-, geruch- und geschmacklos und nicht reizend ist, wird es kaum wahrgenommen. Das individuelle Toleranzlevel variiert. Im Mittel gelten Belastungen von mehr als 100 ppm als gesundheitsgefährdend. Als MAK-Wert gelten 30 ppm. Kohlenstoffmonoxid kann zu reduzierter Lebenserwartung durch Herzschädigung führen.

Der Nachweis von Kohlenstoffmonoxid im Bereich von 50–1000 ppm in der Raumluft kann mit Gaswarngeräten erfolgen. Gaswarnanlagen haben zumeist eine dreistufige Alarmmeldung. Je nach Einstellung der Alarmschwellen, werden in Folge wenn vorhanden Lüftungsanlagen, dann Warntransparente und in der letzten Phase akustische Alarme ausgegeben.

Stickstoffmonoxid NO

Stickstoffmonoxid (NO), Distickstoffoxid (N2O) und Stickstoffdioxid (NO2) sind Bestandteile der Stickstoffoxide (NOx), die unter anderem bei Verbrennungsprozessen mit hohen Temperaturen entstehen - beispielsweise in Kraftfahrzeugen, in Kraftwerken und der Industrie. Verbindungen aus N und O werden in der Regel zusammengefasst und als NOX bezeichnet.

NO ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das sich in der Umgebungsluft langsam zu Stickstoffdioxid NO2 umwandelt. NO ist ein Blutgift, das zu Lähmungserscheinungen führen kann.

Stickstoffdioxid (NO2) ist ein rotbraunes Gas mit stechendem Geruch, das an der Ozonbildung beteiligt ist. Es kann in hohen Konzentrationen zur Reizung der Atemwege des Menschen führen. Außerdem bildet sich aus NO2 Salpetersäure, einer der Verursacher von "Saurem Regen".

N2O ist ein farbloses Gas, es dient als Betäubungsmittel, besser bekannt als Lachgas.

Bei der Verbrennung von Dieselkraftstoff bilden sich Rückstände unterschiedlichster Art. Diese Reaktionsprodukte sind von der Motorauslegung, der Motorleistung und auch von der Arbeitslast abhängig. Daher werden vermehrt Parkhäuser mit NOx-Sensoren ausgestattet, da Sie im Gegensatz zu Benzinmotoren vermehrt von Dieselmotoren ausgestoßen werden.

Methan CH4

Methan ist ein farb- und geruchloses, brennbares Gas. Es kommt in der Natur vor und ist auch in der chemischen Industrie von großer Bedeutung, gehört zu der Kategorie der Alkane.

Methan wird vorwiegend als Heizgas zur Wärmeerzeugung und zum Betrieb von Motoren durch Verbrennung genutzt. Neben Methan aus anderen Quellen wird zu diesem Zweck Biogas mit einem Methangehalt von etwa 50 bis >70 % aus Mist, Gülle, Klärschlamm oder organischem Müll gewonnen. Früher wurde Methan durch Pyrolyse von Holz gewonnen (Holzvergasung). Holzgas diente im Zweiten Weltkrieg zum Betrieb von Automobilen.

Mit einem Volumenanteil zwischen 4,4 und 16,5 Prozent in der Luft bildet es explosive Gemische bzw. gefährliche explosionsfähige Atmosphären (geA). Durch unbemerktes Ausströmen von Erdgas kommt es immer wieder zu folgenschweren Gasexplosionen. Auch die gefürchteten Grubengasexplosionen in Kohlebergwerken (Schlagwetter) sind auf Methan-Luft-Gemische zurückzuführen. Methan ist hoch entzündlich, der Flammpunkt liegt bei −188 °C, die Zündtemperatur bei 600 °C

Hauptgefährdungen durch Gase

Brennbare Gase Brennbare Gase
Gefahr von Bränden und/oder Explosionen durch Methan, Butan, Propan etc..

Toxische Gase Toxische Gase
Vergiftungsgefahr durch Kohlenmonoxid, Schwefelwasserstoff, Chlor etc..

Erstickende Gase Erstickende Gase
Erstickungsgefahr durch Sauerstoffmangel. Sauerstoff kann verbraucht oder durch ein anderes Gas verdrängt werden.

Brennbare Gase

Brennbare Gase Brennbare Gase
Gefahr von Bränden und/oder Explosionen durch Methan, Butan, Propan etc..

Verbrennung ist eine einfache chemische Reaktion, bei der sich Sauerstoff schnell mit anderen Stoffen verbindet, wobei Energie freigesetzt wird. Diese Energie zeigt sich hauptsächlich als Hitze – mitunter in der Form von Flammen. Der entzündete Stoff ist in den meisten Fällen eine Kohlenwasserstoffverbindung, die fest, flüssig, als Dampf oder Gas vorliegen kann.

Gemische aus brennbaren Gasen, Dämpfen oder Stäuben mit dem in Luft enthaltenen Sauerstoff sind bei bestimmten Mischungsverhältnissen explosionsfähig. Der Bereich, der alle explosiven Mischungsverhältnisse zusammenfasst, wird von zwei Explosionsgrenzen, der oberen und der unteren Explosionsgrenze (OEG bzw. UEG), beschrieben. Diese Grenzen werden auch als Zündgrenzen bezeichnet.

Bei Konzentrationen unter der UEG ist nicht genügend Gas vorhanden, um eine Explosion zu erzeugen (d. h. das Gemisch ist zu ‘mager’), während über der OEG nicht ausreichend Sauerstoff vorhanden ist (d. h. das Gemisch ist zu ‘fett’). Der zündfähige Bereich liegt daher für jedes einzelne Gas oder Gemisch von Gasen zwischen der UEG und der OEG. Außerhalb dieser Grenzen ist das Gemisch nicht brennfähig. Die Tabelle mit den Daten zündfähiger Gase zeigt die Grenzwerte für verschiedene der bekannten brennbaren Gase und Gemische. Die Daten sind für Gase und Dämpfe bei normalen Druck- und Temperaturbedingungen aufgeführt. Eine Erhöhung des Drucks, der Temperatur oder des Sauerstoffgehalts erweitert gewöhnlich den Zündfähigkeitsbereich.

Substanz UEG in Vol.-% OEG in Vol.-%
Wasserstoff 4 75
Propan 2,1 9,5 - 10,1
Methan 4,4 - 5 15 - 17
Kohlenmonoxid 12,5 74
Ethin (Acetylen) 2,5 82
Ethanol 3 - 3,3 19
Silane 1,5 98

Erstickende Gase

Erstickende Gase Erstickende Gase
Erstickungsgefahr durch Sauerstoffmangel. Sauerstoff kann verbraucht oder durch ein anderes Gas verdrängt werden.

Zum Leben benötigen wir alle Sauerstoff (O2) in der Atemluft. Luft enthält neben Sauerstoff mehrere andere Gase. Normale Umgebungsluft besitzt eine Sauerstoffkonzentration von 20.9 Vol%. Sinkt der Sauerstoffgehalt unter 19.5 Vol%, besteht Sauerstoffmangel. Sauerstoffkonzentrationen unter 16 Vol% sind für Menschen gefährlich.

Sauerstoffarmut kann verursacht werden durch:

  • Verdrängung
  • Verbrennung
  • Oxidation
  • Chemische Reaktionen

Oft wird nicht daran gedacht, dass auch zu viel Sauerstoff ein Risiko darstellen kann. Mit steigendem O2-Gehalt erhöht sich die Entflammbarkeit von Werkstoffen und Gasen. Bei 24 % Sauerstoff kann sich z. B. Kleidung spontan entzünden.

Beim Gasschweißen verbinden sich Sauerstoff und Acetylen, um extrem hohe Temperaturen zu erzeugen. Andere Bereiche, in denen durch mit Sauerstoff angereicherte Atmosphären Gefahren entstehen können, sind z. B. Fertigungs- und Lagerstätten für Raketenantriebssysteme, Bleichprodukte für die Zellstoff- und Papierindustrie sowie Abwasseraufbereitungsanlagen.

Sensoren müssen für die Verwendung in mit O2 angereicherten Atmosphären speziell zertifiziert sein.

Toxische Gase

Toxische Gase Toxische Gase
Vergiftungsgefahr durch Kohlenmonoxid, Schwefelwasserstoff, Chlor etc..

Die Toxizität (von griechisch τοξικότητα, aus toxikón (phármakon) - Pfeil(gift) aus toxa - Pfeil und Bogen) bedeutet die Giftigkeit.
Die Toxizität ist eine Stoffeigenschaft. Die toxische Wirkung eines Stoffes auf ein Lebewesen hängt neben seiner Giftigkeit auch entscheidend von der Exposition, d. h. von der Art ihrer Aufnahme ab: eine orale Aufnahme unterscheidet sich im Verlauf der Vergiftung häufig von einer inhalativen (durch die Atmung), dermalen (durch Hautkontakt), oder gar intravenösen, intramuskulären oder intraperitonealen (durch die Bauchhöhle) Aufnahme derselben Substanz.

Manche Gase sind giftig und können schon bei sehr niedrigen Konzentrationen lebensbedrohlich sein. Andere Gase haben einen sehr starken Geruch, wie z. B. der deutlich wahrnehmbare Geruch nach ‘faulen Eiern’ von H2S. Die gängigsten Maßeinheiten für die Konzentration toxischer Gase sind ppm (Parts per million) und ppb (Parts per billion). 1 ppm wäre zum Beispiel gleichbedeutend mit einem Raum, der mit insgesamt einer Million Bällen gefüllt ist, von denen einer rot ist. Dieser rote Ball entspricht dann 1 ppm.

Behörden oder anderen maßgebenden Einrichtungen haben Arbeitsplatzgrenzwerte als Grenzwerte für die Gefahrstoffkonzentrationen in der Umgebungsluft am Arbeitsplatz festgesetzt. Arbeitsplatzgrenzwerte für Gefahrstoffe sind ein wichtiges Hilfsmittel für Risikobewertung und -management. Sie liefern wertvolle Informationen für die Kontrolle gefährlicher Stoffe zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit. Die Maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAK-Wert) gibt die maximal zulässige Konzentration eines Stoffes als Gas, Dampf oder Schwebstoff in der (Atem-)Luft am Arbeitsplatz an, bei der kein Gesundheitsschaden zu erwarten ist, auch wenn man der Konzentration in der Regel 8 Stunden täglich, maximal 40 (42) Stunden in der Woche ausgesetzt ist (Schichtbetrieb). Seit 1. Januar 2005 besteht mit dem Inkrafttreten der neuen, deutschen Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) ein neues Grenzwert-Konzept. Die neue GefStoffV kennt nur noch gesundheitsbasierte Grenzwerte, genannt Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) und Biologischer Grenzwert (BGW). Die alten Bezeichnungen MAK-Werte und BAT-Werte sind zwar noch gebräuchlich, aber anzuwenden sind die aktuellen Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS), insbesondere die TRGS 900 „Arbeitsplatzgrenzwerte“ mit Stand vom 4. August 2010 und die TRGS 903 „Biologische Grenzwerte“ mit Stand Dezember 2006. Insofern ist die Maximale Arbeitsplatz-Konzentration eine historische Kenngröße.

Beispiele für MAK-Werte

Schadstoff MAK in mg/m³
Schwefeldioxid">SO 1,3
Kohlenstoffmonoxid CO 35
Kohlenstoffdioxid CO2 9100
Stickstoffdioxid">NO2 9
Distickstoffmonoxid N2O 180
Ozon 0,2
Halothan 40
Flurane 150
Isofluran 80
E-Staub 10
A-Staub 3
Brom 0,7

Brandschutz

Unter Brandschutz versteht man alle Maßnahmen, die der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorbeugen und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten ermöglichen.

Brandschutzklappe

Die Brandschutzklappe, auch BSK genannt, ist ein Bestandteil einer Lüftungsanlage in Gebäuden. Sie ist eine automatische Absperrvorrichtung zur Verhinderung einer Brand- sowie Rauchübertragung durch den beidseitig an der Klappe angeschlossenen Lüftungskanal.

Brandschutzklappen werden aus Gründen des Brandschutzes zwischen Gebäudeabschnitten in Wände und Decken eingebaut um den jeweiligen Brandabschnitt zu sichern und finden sich daher in der Regel innerhalb, oder unmittelbar an der zugehörigen Brandwand. Im Normalbetrieb ist die Brandschutzklappe geöffnet, um den Luftdurchlass zu ermöglichen. Sie unterbricht beziehungsweise verschließt jedoch bei Bedarf - also im Brandfall - den Lüftungskanal. Die Brandschutzklappen werden aufgrund von durchgeführten Feuerschutzprüfungen (EN 1366-2) in Übereinstimmung mit der EN 13501-3 klassifiziert.

Brandschutzklappen sollten im regelmäßigem Turnus gewartet und auf Funktion getestet werden.

Rauch- und Wärmeabzug, kurz RWA

Der Rauchabzug ist ein wesentliches Element des Baulichen Brandschutzes. Bei einem Brand entstehen zum Großteil Wärme, Rauch und heiße Brandgase. Entgegen früheren Ansätzen ist der Rauchabzug vom Wärmeabzug zu unterscheiden. Er leitet Rauch, der im Brandfall entsteht, aus dem Inneren eines Gebäudes nach außen ab.

Sofern aus Gründen der Feuerwiderstandsdauer von Gebäuden auch der Wärmeabzug von Interesse ist, sind im Allgemeinen zum Rauchabzug zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen. Aufgrund des Verbrennungsprozesses wirken thermische Auftriebe. Diese Thermik führt dazu, dass die Verbrennungsprodukte (Rauchgase) als sogenannte Plume aufsteigen und eine Rauchschicht unterhalb der Geschossdecke bzw. des Daches bilden.

Die Ziele beim Einsatz von Rauchabzugs-Anlage sind vielfältig. Sie dienen z. B. dazu, Personen die Fluchtwege rauchfrei zu halten oder Feuerwehren den Löschangriff zu ermöglichen.

Anlagen zur Rauch- und Wärmefreihaltung können in den unterschiedlichsten Ausführungen realisiert werden. Es werden maschinelle und natürliche Anlagen unterschieden: Bei maschinellen Anlagen werden die Verbrennungsprodukte über Ventilatoren abgeführt. Bei natürlichen Anlagen werden die Verbrennungsprodukte über Luken (Dach- oder Wandöffnungen) abgeführt.

Beiden Anlagentypen ist gemein, dass die abgeleiteten Gase durch nachströmende Luft ersetzt werden müssen. Dieses kann wiederum auch über Öffnungen in den Außenwänden oder Ventilatoren umgesetzt werden. Hier ist es in der Regel erforderlich, die nachströmende Luft verwirbelungsarm, d.h. mit niedrigen Strömungsgeschwindigkeiten (< 1 m/s), einzuführen.

Die Anlagen werden manuell oder automatisch durch Brandmelder bzw. durch eine Brandmeldeanlage ausgelöst.
Die Auslösung der NRA muss von Hand möglich sein und ebenfalls muss diese durch automatische Auslöser erfolgen.

Rauchmelder - Lebensretter

Rauchmelder retten Leben!
70% der Brandopfer verunglücken Nachts in ihrer eigenen Wohnung. Das gefährliche eines Wohnungsbrandes ist nicht so sehr das Feuer selbst, viel mehr werden die Opfer durch den Rauch überrascht und erleiden eine lebensgefährliche Rauchvergiftung die zum Tode führen kann. Teilweise werden die Opfer im Schlaf bewusstlos und werden vom Feuer eingeschlossen. In Deutschland fallen jährlich 600 Menschen dem Brand zum Opfer.

Tagsüber kann ein Feuer schnell erkannt werden, aber Nachts sind die Sinne im Schlaf regelrecht inaktiv. Rauchmelder warnen frühzeitig vor diesem Fall. Sie melden mit einem schrillen Ton vorhandenen Rauch und warnen so die Bewohner einer Wohnung rechtzeitig.

Sie investieren eine zweistellige Summe, um Leben zu schützen. Das sollte Ihnen Wert sein!

Mehr über das Thema erfahren Sie hier.

Ein Flyer in türkischer Sprache kann hier herunter geladen werden.

Rauchschutz- und Brandschutztür

Eine Rauchschutztür oder Rauchschutztor ist eine selbstschließende Tür, die in Gebäuden im Brandfall verhindern soll, dass Rauchgase sich durch das Gebäude weiterverbreiten.

Brandschutztüren haben die Aufgabe, Wandöffnungen in feuerhemmenden oder feuerbeständigen Wänden gegen das Durchdringen von Feuer zu sichern.

Je nach Art sind Wartungsanleitungen zu beachten, die den Betrieb der Türen/Toren weiterhin gewährleisten sollen.